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Kontakt:
Zunftmeister
Raimund Glückler
Hauptstraße 46
72477 Schwenningen
Tel. 07579/1602
Mail:
schwenningen@narrenfreunde-heuberg.de

www.narrenverein-schwenningen.de

Der Ursprung unseres Brauchtums -"Wasser schöpfen"-

Wasser schöpfen war für uns Schwenninger schon immer ein sehr
wichtiger Begriff. Hier oben gab es nun mal kein Wasser, weil eben immer das Wasser bergab floss und sich nur in Tälern ansammelte. Im Elften Jahrhundert wurde in der Donau bei Langenbrunn Wasser geschöpft und in den damals vorhandenen Eimern und Kübel über das Finstertal nach oben geschleppt.

Um das 4.-6 Jahrhundert ließen sich die ersten Ansiedler nieder. Es waren ungefähr 10 Gehöfte südwestlich des Berghanges beim jetzigen "Adler". Wasser wurde damals aus der unteren großen Hilb entnommen. In diese Hilb flossen die ganzen Regenwassermengen von allen Seiten, dem tiefsten Gelände dieses Raumes. Schlamm und Dreck gehörte auch dazu. Hier steht jetzt das Cafe Unger. Später entstand auch im oberen Raum eine Hilb, wo jetzt das Stingel-Wohnaus steht. Auch Schneewasser leitete man ein. Später kamen kleine Quellen aus dem Gefelse des alten Schulhauses "unter der Stelle" und dem Krautland. Man leitete dieses Wasser über eine Rinne in einen Brunnen beim "Adler". Wenn diese Quellen versiegten, dann musste man wieder in Langenbrunn "Wasser schöpfen". Meist wurden junge Frauen zum Wasserschöpfen eingesetzt. Der Wasserschöpf-Kontrolleur musste streng sein. Wenn wenig Wasser floss, musste er die Wasserhergabe einteilen können. Man durfte dann nicht Wasserschöpfen soviel man wollte. Die Schöpfanlage aus Holz war gut und kräftig. Die Kübel bestanden aus Holz. Ein Festtag war es, als man das erste Wasser schöpfen konnte um das Jahr 1500.

Bis zum Mittelalter war das Wasserschöpfen aus der Donau in Langenbrunn Brauch. Ab dem Mittelalter bis zum Jahre 1887 war das Wasserschöpfen aus dem Brunnen beim "Adler" dann Brauchtum. 1879 wurde dann der erste Plan zur Heubergwasserversorgung gemacht. Die großherzogliche Staatskasse sollte die Kosten übernehmen, wegen der gegenwärtigen Zeitverhältnisse.

Es war sicherlich eine große Erfindung, die an die Stelle des Wasserschöpfens in der Donau bei Langenbrunn tritt, als man in der Ortsmitte beim "Adler" Wasserschöpfen konnte. Bedenken wir, dass wir damals im Mittelalter –um das Jahr 1500- keinerlei Ortsverwaltung hatten. Wir waren von der Herrschaft Werenwag abhängig.
In früherer Zeit schon mussten Abgaben und Steuern bezahlt werden. Auch waren den Grund-, Leib- oder Gerichtsherren (das waren für den einzelnen häufig verschiedenen Personen) zu fronen. Dies waren die Dienstleistungen, die die Bauern auf Ländereien und Höfen ihrer Grundherren unentgeltlich leisten mussten, wobei oft die Bestellung des ihnen zur eigenen Ausnutzung zugewiesenen Ackers zurückgestellt werden musste

Büttel1

Der Büttel, der Wasserschöpfer und die Wasserschöpferin:

Der Büttel stellt den Wasserschöpf-Kontrolleur dar. Er mußte früher, bei Wasserknappheit, die strenge und gerechte Rationierung des Wassers vornehmen.
Der Büttel wurde 1987 fertig gestellt und ist eine Schlüsselfigur in der Schwenninger- Fasnet.
Der Wasserschöpfer und die Wasserschöpferin stellen die Männer und Frauen dar, die das Wasser, bei Wasserknappheit, vom Brunnen und nach Versiegen der
Quellen von der Donau bei Langenbrunn holen mussten.
Die beiden Figuren sind seit 1986 in der Schwenninger-Fasnet bekannt.

Wasserschöpfer
Zunftrat

Der Narrenrat:

Zeigte sich erstmals 1996 als separate Figur. Bis dahin war er in den anderen Gruppen enthalten.

Der Froner:

Der Froner stellt den Bauern dar, der den Leib-, Grund oder Gerichtsherren Frondienste leisten musste.
Ins Leben gerufen wurde der Froner 1989 als es Probleme mit der Aufstellung desNarrenbaumes gab. Das Häs wurde 1990 fertiggestellt.

Froner1
Gugge1

Der Guggamusikant:

Er ist einer der jüngsten Figuren in der Narrenzunft Wasserschöpfer. 1992 ins Leben gerufen und seit her nicht mehr wegzudenken. Denn was wäre die Fasnet ohne eine gute Musik?

Der Brauchtumstanz:

Die Brauchtumstanzgruppe wurde 1990 gegründet Der Brauchtumstanz zeigt das Schöpfen des kostbaren Wassers beim Brunnen, wenn die Quellen am versiegen waren.